Bildstock Grosse Streine an der Pfarrkirche St. Bartholomäus

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Standort:

Pfarrkirche St. Bartholomäus in Einen

Datierung:

1727

Eigentümer:

Georg Große Streine

Material:

Sandstein

Quellenhinweis:

Karl Hölker, Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Kreis Warendorf, Münster 1936, S. 51
Heinrich Pickert, Bild Nr. 87, S. 23, 89
Westfälische Nachrichten vom 29.07.2009
Die Glocke vom 29.07.2009

Denkmalliste:

Denkmalliste Warendorf, Nr. 494

An der Ostseite der Einener Pfarrkirche fand der älteste Marienbildstock aus der Bartholomäus-Gemeinde Anfang September 2010 seinen neuen Platz. Der Heimatverein Einen-Müssingen, die „Aktion zur Rettung der Bildstöcke und Wegekreuze im Kreis Warendorf“ und der Arbeitskreis „Historische Bildstöcke und Hofkreuze“ im Rotary Club Warendorf haben es in einer gemeinsamen Anstrengung möglich gemacht, dass der Bildstock aus seinem Dornröschenschlaf aufgeweckt und der Öffentlichkeit wieder zugängig gemacht wurde. Mit der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus in Einen schloss Herr Georg Große Streine 2009 einen Leihvertrag, der nun das Vesperbild für 30 Jahre der Gemeinde überlässt.
Die Diplom-Restauratorin Eva Möllenkamp aus Nordkirchen hat das Bildwerk nach eingehenden Untersuchungen und der Entdeckung von vier verschiedenen Farbschichten restauriert. Die jetzige Farbgebung entspricht der dritten historischen Fassung aus der Zeit des Klassizismus um 1800. In dieser Zeit bevorzugte man die Farbgebung weiß und gold besonders. Das Gold auf dem wiederhergestellten Bild ist leuchtendes und besonders witterungsbeständiges Blattgold. Der Heimatverein Einen-Müssingen stellte aus seinem Fundus den Sockel zur Verfügung, den der Bildhauer Stefan Lutterbeck entsprechend bearbeitete. Damit bekommt der Bildstock ein würdiges, adäquates und zugleich historisches Fundament. Der Heimatverein hat die gärtnerische Anlage um den Bildstock so gestaltet, dass der Zugang auch ein näheres Betrachten möglich macht.
Die Geschichte dieses Bildstocks ist eng verbunden mit der Kirchengemeinde St. Bartholomäus. Das Vesperbild mit der Gottesmutter Maria, die den toten Sohn auf ihrem Schoß hält, wurde 1727 wurde von Wilhelm Große Streine und Elisabeth geb. Dahlmann aus Velsen errichtet. 1921 bat der damalige Einener Pfarrer Dr. Duncker darum, es als Leihgabe am Pfarrhaus aufstellen zu dürfen. Als Ersatz für den ausgeliehenen Bildstock ließen die Eheleute Bernhard Große Streine und Anna geb. Wennemar aus Milte am Hof ein Kreuz mit einem steinernen Korpus errichten. Später wurde dieses Kreuz durch ein neues mit einem Bronzekorpus ersetzt (siehe dort!). Als das alte Einener Pfarrhaus 1964 abgebrochen wurde, kam die Pietà zum Hof zurück.